Über mich

Lebenslauf

Jorin Jorden - cellist, cellolehrer & auftrittscoach

Mit dem Cello begann ich im Alter von 7 Jahren. Mit 17 Jahren kam ich in die Klasse Schüler von Prof. Friedrich-Jürgen Sellheim, bei dem ich dann von 1990-94 in Hannover studierte. Es folgten Studien bei Prof. Johannes Goritzki in Düsseldorf, wo ich 1999 mein Konzertexamen ablegte.
Kurse machte ich bei Wolfgang Boettcher, Siegfried Palm, Robert Bardston (Kanada) und Tilmann Wick. 1997 war ich Preisträger im 3. Internationalen Johannes-Wettbewerb in Pörtschach, Österreich.
Nach Jahren als freischaffender Cellist arbeitete ich von 2006-2015 als erster Solocellist an der Opéra Royal de Wallonie (Lüttich, Belgien). 2011 konzertierte ich dort als Solist mit Haydns C-Dur Konzert unter der Leitung von Paolo Arrivabeni.
Ich war regelmäßig als Solocellist zu Gast im Orchestre Philharmonique de Liège, dem Orchestre du Théâtre de La Monnaie (Oper Brüssel), dem Gelders Orkest (Arnhem, Niederlande), dem Orkest van het Oosten (Enschede, Niederlande) und dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg.
Zudem bin ich Mitglied im Ensemble „Ô-Celli“ (Brüssel)
Seit 2015 lebe ich in mit meiner Familie in Bad Bentheim und unterrichte Cello an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover sowie Orchesterstellen und Orchesterspiel an der Hochschule für Musik Detmold.

Coaching und Instrumentalspiel: Hand in Hand

Der Musikerberuf hat große Herausforderungen. Dass ich diesen standhalten konnte, verdanke ich auch dem Musiker-Coaching. Ich durfte mit so hervorragenden Coaches wie Ulrike Klees-Dacheneder, Dr. Michael Bohne, Monica Luijendijk und Dr. Noa Kageyama arbeiten.
Coaching und Instrumentalspiel sind heute in meinen Augen kaum mehr voneinander zu trennen. So gehen beide nun Hand in Hand und ich freue mich daran, beides zu vermitteln und als konzertierender Cellist zu nutzen
Ich habe eine abgeschlossene zertifizierte Ausbildung als psychologischer Berater und bin zudem bei PEP® (nach Dr. Bohne) in Fortbildung.

 

Philosophie

„Wenn wir zu einem Lehrer gehen, hoffen wir, dass sie oder er die Aufrichtigkeit unseres Herzen mögen wird, und dass die Disziplin, die wir lernen es uns ermöglichen wird, uns vom Herzen her auszudrücken.“

 „Musik befriedigt das Bedürfnis, unser sehnendes Herz zu spüren.Wir verlieren den Kontakt zu diesem Herzen, wenn wir übermäßig ehrgeizig werden.“

„Anstrengung erzeugt keine schöne Musik. Musik ist so ein direktes Kommunikationsmittel, dass die geistige Haltung des Spielers sich unmittelbar auf das Publikum überträgt“.

Madeline Bruser, „The Art of Practicing“

Ich habe immer gesucht nach diesem Spiel, das Madeline Bruser „vom Herzen her“ nennt. Dieses besondere Gefühl, wenn man einem Künstler zuhört, einfach aus tiefster Seele entspannen und „ja“ sagen kann zu dem, was man hört.

Was ist der Unterschied zwischen diesen Konzerten und solchen, die einen unberührt lassen – oder gar ärgern?

Méthode Rességuier: es geht um Sein, nicht um Denken

Nach langer Suche und dem Aufstellen vieler Theorien begegnete ich in Belgien der „Méthode Rességuier“, die es vermag, Menschen in einen Zustand zu versetzen, aus dem heraus sich dieses Spiel entwickelt. „Flow“ ist ein geläufiger Begriff dafür, oder „the zone“. So ließ ich mich in dieser in Deutschland leider nicht unterrichteten Methode ausbilden. Es geht um Sein, nicht um Denken: Wie bin ich mit mir, im Raum, mit dem Publikum, in meinem Körper?

Man kann sensibel werden für diese „zone“. Man kann spüren lernen, ob man selbst gerade darin ist oder nicht. Es gibt relativ leichte Wege, um dorthin zu kommen, und genauso viele Fallstricke, die uns wieder hinausbringen. Aber es ist erlernbar.

Dies ist die eine wichtige Säule meiner Arbeit: Das Spiel „von Herzen“, aus einem Zustand der Einheit: Berühren statt „faszinieren“.

What you think is what you get

Eine andere Säule habe ich meiner Arbeit mit Dr. Michael Bohne zu verdanken, der mir zeigte, wie stark unser eigenes inneres Gespräch uns stärken, aber eben auch schwächen kann: „What you think is what you get„!

Was für eine tragische Kraftverschwendung kann es sein, täglich stundenlang zu üben und sich dabei innerlich zu sagen: „bei mir klappt das ja doch nicht„…

Mit kraftvollen, aber recht leicht erlernbaren Methoden kann wirklich jeder seine „Energiefresser“ beseitigen und so Stress erst überhaupt nicht erst entstehen lassen!